Als Christen bitte ich Euch, mit mir die Ansichten und die Ängste der verschiedenen christlichen Gemeinschaften zu lesen und mit NACHDRUCK allen Arten der GEWALT entgegenzutreten. Die Enteignung von Land und das Bauen in Jerusalem trotz internationaler Proteste ist klarerweise Gewalt. Helft uns, aus Jerusalem eine STADT DES FRIEDENS UND DER LIEBE zwischen Juden, Christen und Moslems, Israelis und Palästinensern.
Bitte gebt die folgende Botschaft eurer Kirche und steht für sie ein: schriftlich, per E-Mail, im Wort, im Gebet, in Vorträgen und Diskussionen, in Aufrufen an Eure Regierung und an Eure Parteien, in friedlichen Protesten... Aber tretet mit NACHDRUCK allen Arten der GEWALT entgegen.
PAPST PAUL VI,
im Osservatore Romano, am 22. März 1971: „Welch schwerwiegende Zustände werden geschaffen, gegen jedes Gesetz, auf der Basis der Logik von „abgeschlossenen Tatsachen". Die Maßnahmen der Vertreibung genügen, um ein Bild der radikalen Art und Weise zu geben, in der Jerusalem ein Stempel, der nicht seiner historischen und religiösen Natur und seiner universalen Berufung entspricht, aufgedrückt wird."
PAPST JOHANNES PAUL II,
im Mai, 1996 (Jerusalem-Standpunkt des vatikanischen Aussenministeriums) „... Der Teil der Stadt (Jerusalem), welcher 1967 militärisch besetzt wurde und seither (an Israel) angeschlossen und als die Hauptstadt des Staates Israel erklärt wurde, ist BESETZTES GEBIET, und alle israelischen Maßnahmen, die über die Macht (und Authorität) einer kriegerischen Besatzung nach internationalem Recht hinausgehen, sind daher NULL UND NICHTIG. Insbesondere, da diese Standpunkt in der Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates vom 20. August 1980 ausdrücklich festgestellt wurde und noch gültig ist, in der erklärt wurde, daß das israelische „Grundgesetz" bezüglich Jerusalem als NULL UND NICHTIG erklärt ist.
Memorandum der Excellenzen, Patriarchen und Oberhäuptern
der Christlichen Gemeinschaften in Jerusalem, Jerusalem, am 14. November 1994 (Die Bedeutung Jerusalems für Christen). „... Jede Ausschließlichkeit oder jede menschliche Herrschaft ist gegen den prophetischen Charakter Jerusalems. Dessen weltweite Berufung und Anspruch ist es, eine Stadt des Friedens und der Harmonie zu sein für alle, die in ihr leben. ... Jerusalem kann nicht ausschließlich einem Volk oder einer Religion gehören. Jerusalem sollte offen für alle sein, allen gemeinsam. Die, die diese Stadt regieren, sollten sie zur „Hauptstadt der Menschheit" machen. ... Aufgrund der universalen Bedeutung Jerusalems sollte die internationale Gemeinschaft der Stabilität und Dauerhaftigkeit dieses Statuts verpflichten. Jerusalem ist zu kostbar, um ausschließlich von politischen Behörden der Stadt oder eines Staates abzuhängen, wer immer es sein mag. Die Erfahrung zeigt, daß internationale Garantien notwendig sind. ... Wir laden jede Partei ein, alle ausschließlichen Sichtweisen oder Handlungen über Bord zu werfen und die religiösen und nationalen Anliegen anderer zu berücksichtigen, um Jerusalem seinen wahren universalen Charakter zurückzugeben und die Stadt zu einem heiligen Platz der Verständigung der Menschheit zu machen." (Gezeichnet, in Jerusalem, durch den Griechischen Orthodoxen Patriarchen, den Lateinischen Patriarchen, den Armenischen Patriarchen, den Kustos des Heiligen Landes, den Koptischen Erzbischof, den Äthiopischen Erzbischof, den Anglikanischen Bischof, den Griechisch-Katholischen Patriarchischen Vikar, den Lutheranischen Bischof, den Maronitischen Patriarchischen Vikar, den Katholisch Syrischen Patriarchischen Vikar)
ACHT CHRISTLICHE FÜHRER IN DEN USA,
in einem Brief an President Clinton, vom 6. März 1995: „... In Gegensatz zu Internationalem Recht wird immer mehr Land den Palästinensern entrissen und durch Annexion unter Israelische Kontrolle gebracht durch Druck oder mithilfe fragwürdiger Gesetze. ... Israelische Pläne für ein „Groß-Jerusalem" sind ein offenes Geheimnis ... Israels Annahme, daß Jerusalem die „ewige und unteilbare Hauptstadt von Isreal" bleibt, wird weithin als Anspruch auf ausschließliche Israelische Souveränität über die Stadt interpretiert, wodurch grundsätzliche Verhandlungen ausgeschlossen sind. ... Daß die Administration die langfristige US-Position verläßt, daß Ost-Jerusalem dem UN Sicherheitsratsbeschluß 242 unterliegt, betreffend BESETZTER GEBIETE durch Israelische bewaffnete Kräfte in 1967 ... Daß die Administration nicht ihren beträchtlichen Einfluß benutzt, um die Israelischen Bauten in Ost-Jerusalem und die fortgesetzte Ausdehnung in Palästinensische Gebiete zu stoppen ... „ (Unterzeichnet durch den Römisch Katholischen Kardinal William H. Keeler, durch Kara Newell: American Friends Service Committee, durch Frater Gerald L. Brown SS: Katholische Konferenz von Prälaten, den Griechisch Orthodoxen Erzbischof Lakovos, den Episkopal-Bischof Edmond L. Browning, den Antiochischen Orthodoxen Metropoliten Philip Saliba, durch die Evangelisch Lutherische Kirche, durch Bischof Herbert W. Chistrom, durch Robert A. Seiple World Vision)
KIRCHEN FÜR DEN FRIEDEN IM MITTLEREN OSTEN,
Jänner 1997: „Jerusalem kann im Frieden nicht ausschließlich einem Volk, einem Land oder einer Religion gehören, Jerusalem sollte offen für alle sein, allen gemeinsam ... 2 Völker und 3 Religionen" (CMEP - Kirchen für den Frieden im Mittleren Osten - ist eine Zusammenarbeit von öffentlichen Büros von Washington von 14 verschiedenen Kirchen und Organisationen)
FESTSTELLUNGEN DER PATRIARCHEN, BISCHÖFE UND LAIEN DER CHRISTLICHEN KIRCHEN VON JERUSALEM,
Jerusalem, am 29. September 1996: „ ... Gott akzeptiert die Beherrschung durch die Mächtigen oder deren Arroganz nicht. Unser Glaube macht uns sicher, daß jeder Versuch durch eine Regierungsbehörde, die nicht auf Gerechtigkeit und Rechtmäßigkeit gegründet ist, unserem Land Frieden „aufzudrücken", zu Mißerfolg und Katastrophen führen wird. Wir rufen daher die Israelische Regierung dringend auf, den Friedensprozeß mit allem Ernst zu verfolgen und alle Verpflichtungen unseren Menschen gegenüber nachzukommen."
RAT DER KATHOLISCHEN BISCHÖFE
des Orients, Generalsekretariat, am 21. Oktober 1996: „Die Befürchtungen der Arabischen Palästinenser wachsen, da die Städte zu Massengefängnissen werden durch Beschränkungen der freien Bewegung ... durch die Israelische Regierung. Alles scheint auf eine große Reaktion, die zu Gewalt führen könnte, sich hinzubewegen."
Patriarch Michel Sabbah, Römisch Katholischer Patriarch von Jerusalem, Jerusalem, am 30. März 1996: „Die Beschlagnahme von Land in Palästinensischem Gebiet kann nur Widerstand gegen den Friedensprozeß hervorrufen und diesen gefährden. Wir können solche gegensätzlichen Maßnahmen nicht verstehen: einerseits verlangt man von den Palästinensern, Frieden zu schließen, andererseits wird ihr Land beschlagnahmt. Diese Beschlagnahmen erzeugen in allen Herzen Frustration und Hoffnungslosigkeit und sind eine der Hauptursachen, die von Extremisten ausgenutzt werden und die zu mehr Gewalt führen. Nochmals, alle Völker und Regierungen streben an, daß Gewalt ein für allemal verschwindet; gleichzeitig werden durch verantwortliche Behörden Maßnahmen gesetzt, die Zündstoff für Extremisten bedeuten und (zu) Gewalt (führen)... Deshalb fordern wir die Israelischen Behörden auf, ihre Entscheidung zu überdenken und die Beschlagnahmen zu beenden, um einen gesicherten Frieden und Sicherheit für alle, Israelis und Palästinenser, zu erreichen.
Helft uns, Jerusalem seinen wahren universalen Charakter zurückzugeben und die Stadt zu einem heiligen Platz für die Versöhnung der Menschheit zu machen, eine Hauptstadt für die 2 Staaten Israel und Palästina, ein Platz, in dem Juden, Christen und Mohammedaner der gesamten Welt ihre geistige Mission von Liebe und Zusammenarbeit zeigen können.
Reverend Labib Kopti